BDA
Exkursion in die Region nach Karlsruhe und Baden-Baden
Thema: "Neue Medien Bauen im Bestand" am 21. Juli 2002
Etwa 10
Uhr Ankunft in Karlsruhe
und Besichtigung des ZKM Zentrum für Kunst-und Medientechnologie
mit Kurzvortrag über das ZKM
(Architekten Schweger & Partner, Hamburg)
Mittagessen an Ort und Stelle
Danach Abfahrt nach
Baden-Baden zur Medien- und Eventakademie.
Begrüßung und Kurzvortrag durch den Leiter, Herrn Mäcken (Architekten
PLANUM, Bigott, Baden-Baden)
Führung über das Gelände und die sanierten Räume. Informationen
zur Rahmenplanung Konversionsgebiet Cité. Abfahrt
zur Stadtbesichtigung Baden-Baden mit Kunsthalle.
Lichtentaler Allee, Altstadt (BDA Ausstellung Egon Eiermann im Alten Dampfbad:
www.gfjk.de/Programm)
Rückfahrt nach Stuttgart
Das Zentrum
für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe ist eine weltweit einzigartige
Kulturinstitution. Es reagiert auf die schnelle Entwicklung der
Informationstechnologien und den Wandel der sozialen Strukturen. In seiner
Arbeit vereint das ZKM Produktion und Forschung, Ausstellungen und Veranstaltungen,
Vermittlung und Dokumentation.
Mit dem Museum für Neue Kunst, dem Medienmuseum, dem Institut für Bildmedien, dem Institut für Musik und Akustik und den neuen Abteilungen Grundlagenforschung und Institut für Netzentwicklungen verfügt das ZKM über vielfältige Möglichkeiten zur Entwicklung von interdisziplinären Projekten und internationalen Kooperationen.
Seit 1999
unter der Leitung von Professor Peter Weibel, setzt sich das ZKM in Theorie
und Praxis mit den neuen Medien auseinander, erprobt mit Eigenentwicklungen
ihr Potential, stellt mögliche Nutzungen exemplarisch vor und setzt sich
kritisch mit der Gestaltung der
Informationsgesellschaft auseinander.
In enger
Zusammenarbeit mit der Staatlichen Hochschule für Gestaltung, Karlsruhe
und anderen
Institutionen versteht sich das ZKM als Forum für die Begegnung von Wissenschaft
und Kunst, Politik und Wirtschaft. Es bietet den Besuchern großzügig
Raum zur Teilnahme an Veranstaltungen und Führungen, dem Besuch der öffentlichen
Sammlungen und der Mediathek . Als Plattform zum Experiment und zur Diskussion
setzt das ZKM sich zur Aufgabe und zum Ziel, aktiv an der Arbeit für
die Zukunft mitzuwirken und stellt sich den Fragen nach einem sinnvollen Einsatz
von Technologien immer wieder neu.
Gründungsphase
Die Gründung
des Zentrums für Kunst und Medientechnologie geht auf das Jahr 1984 zurück,
in dem die Idee zu einem Medienkunstzentrum geboren wurde. Vertreter der Kommunalpolitik,
der Universität, der Staatlichen Hochschule für Musik, des Kernforschungszentrums
und anderer
Karlsruher Institutionen bildeten 1986 eine Projektgruppe und formulierten
das "Konzept 88", in welchem die Initiative für die Zusammenführung
der Künste und der Neuen Medien in Theorie und Praxis beschrieben wurde.
Die baden-württembergische
Landesregierung unter Ministerpräsident Lothar Späth entschied 1988,
das ZKM als Stiftung des öffentlichen Rechts zu gründen. Mit der
Konstituierung eines
Stiftungsrats 1989 und der Berufung von Professor Heinrich Klotz zum Gründungsdirektor
wurde die Realisierung des Zentrums für Kunst und Medientechnologie konkret.
Ursprünglich
sollte für das ZKM ein Neubau südlich des Karlsruher Bahnhofs errichtet
werden.
Die geplante Architektur des Niederländers Rem Koolhaas hätte die
finanziellen Mittel jedoch weit
überstiegen. Nach langen und engagiert geführten Debatten wurde
der Neubau schließlich abgelehnt. Das denkmalgeschützte Gebäude
der ehemaligen Waffen- und Munitionsfabrik "Industriewerke Karlsruhe
Augsburg" (IWKA) wurde zum zukünftigen Sitz des Medienzentrums bestimmt.
Planung, Umbau und Sanierung wurden dem Architekurbüro Schweger + Partner
übertragen, das ein von statischer Monumentalität dominiertes Bauwerk
in ein für avancierte Technologien und künstlerische Experimente
zugängliches Gebäude verwandelte.
Während
der Gründungsphase waren die Büros des ZKM auf die ganze Stadt verteilt.
Um dennoch
von Anfang an einem interessierten Publikum Einblick in die Arbeit des ZKM
zu geben, wurde mit
der Veranstaltungsreihe "ZKM in der Fabrik" und der Multimediale
mit der Verleihung des
Siemens Medienkunstpreises bis zur Eröffnung im Jahr 1997 das Spektrum
der Arbeit des ZKM repräsentiert.




