Behnisch-Exkursion im Rahmen des UIA Vorkongresses in Stuttgart
Bauten von Behnisch & Partner und Behnisch, Behnisch & Partner
am 21. Juli 2002


Bevor Sie sich einige Gebäude in und um Stuttgart anschauen und unter fachkundiger Führung erklärt bekommen, werden Sie am Morgen in einem der beiden Stuttgarter Büros, bei Behnisch, Behnisch & Partner in der Christophstrasse 6 begrüßt. Sie haben hier Gelegenheit bei einer Bürobesichtigung Einblicke in die derzeit laufenden Planungen zu nehmen.

Der Tagesausflug beginnt beim Hysolar-Institut der Universität Stuttgart aus dem Jahre 1987, das als Beispiel für eine dekonstruktivistische Architektur bekannt geworden ist. Das Gebäude wird vom Institut für physikalische Elektronik und von der Deutschen Luft- und Raumfahrt genutzt.

Danach fahren wir zum Herbert-Keller-Haus, der Geschäftsstelle des Diakonischen Werkes, 1984 erbaut. Die Wohlfahrtseinrichtung kümmert sich um die Schwachen der Gesellschaft, um Kranke, Alte und Behinderte. Die Gebäudeplanung unterlag seinerzeit den Beschränkungen eines Bebauungsplanes am sog. Löwentorzentrum. Sie werden mehr darüber in der Führung hören.

Unsere Fahrt geht weiter, nach ca.45 Minuten erreichen wir die Stadt Lorch im Remstal.
Dort werden wir bereits im Restaurant "Muckensee" (www.muckensee.de) erwartet. Es bleibt in unserem dichtgedrängte Tagesprogramm leider nur eine Stunde Zeit, um an diesem pittoresken Ort das Mittagessen einzunehmen.

Gegen 14 Uhr wird uns der Bus auf den gegenüberliegendem Hügel zur Schul- und Sportanlage "Auf dem Schäfersfeld" bringen.
Die Stadt Lorch ist die "treueste Bauherrin" des Büros. Das Büro Behnisch hatte schon 1960 eine Volksschule in Lorch realisiert. Daraus ergaben sich die Aufträge für weitere Schulbauten. Die Anlage liegt oberhalb der Stadt und des Remstales und besteht aus der 1973 erbauten Realschule (erweitert 1994), der Hauptschule von 1982 und der Sporthalle von 1976. Momentan baut das Büro in dieser Anlage eine weitere Schule, ein Gymnasium.
Die Klassenzimmer der Realschule ordnen sich auf zwei Ebenen um eine zentrale Halle. Jedoch im Erdgeschoß öffnet sich das Gebäude und die dort liegenden Raumgruppen orientieren sich zum Gelände hin. Die Eingangshalle der Hauptschule hingegen wird durch einen Grundriß mit gleichseitigem Dreieck gebildet. An zwei Seiten der Halle liegen die Klassenräume, die im unteren Bereich in die Landschaft eingebettet wurden.

Nach einer ausgiebigen fachlichen Führung durch diese einmalige Schulanlage fahren wir zurück nach Stuttgart und besteigen eine "Arche", die am Rande eines Wohngebietes unterhalb des Rotenberges mit der württembergischen Grabkapelle, gelandet ist. Im Kindergarten Luginsland dürfen Sie für eine kurze Zeit in eine kleine Welt eintauchen, die eigentlich nur drei- bis sechsjährigen Kinder vorbehalten ist.

Die Exkursion führt zur letzten Station, in unmittelbarer Nähe des Kongreßortes Liederhalle, zum Dienstleistungszentrum "Bollwerk" der Landesgirokasse (jetzt Landesbank Baden-Württemberg). An der verkehrsreichen Fritz-Elsas-Straße wurde das große Verwaltungsgebäude für die Bank und öffentliche Bereiche mit Restaurant, Läden und Kino als Blockrandbebauung errichtet. Der Bau umfaßt bis zu sieben Bürogeschosse mit einer großen zentralen verglasten Eingangshalle und dem Innenhof mit Wasserbecken.
Zum Abschluß des Tages erwartet Sie von der oberen Ebene ein herrlicher Blick über die Stuttgarter Innenstadt und die umgebenden Hügel.

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Der UIA-Hauptkongress 2002 in Berlin

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